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    22.05.2013

    Medienmitteilung

    Jahresbericht 2012[mehr]


    28.03.2013

    SBSC News 1/2013

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    Fragen und Antworten (FAQ)

    Hier erhalten Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen. Diese sind nach folgenden Kategorien geordnet:

    Allgemeines

    Wieviel Information steht mir als Spender zu?

    Freiwillige Spender haben von Anfang an Anspruch auf umfassende Informationen und Beantwortung persönlicher Fragen. Bei der Registrierung oder bei der Blutentnahme für Gewebeverträglichkeitstests oder bei der Anfrage zur Blutstammzellspende geschieht dies durch Ärzte der regionalen Blutspendedienste. Vor der Entnahme von Blutstammzellen erfolgt die Information durch Ärzte des Entnahmezentrums.

    Was ist eine familiäre Transplantation?

    Im Gegensatz zur Transplantation zwischen nicht verwandten Personen, werden bei der familiären Transplantation gesunde Blutstammzellen zwischen Geschwistern übertragen. Die Chance, innerhalb der Familie einen Spender mit kompatiblem Gewebe zu finden, liegt bei 25 Prozent.

    Welche finanziellen Gegenleistungen kann ich für meine Spende erwarten?

    Das Spenden von Blutstammzellen beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und Solidarität gegenüber kranken Mitmenschen. Ebenso wie das Blutspenden erfolgt es, aus ethischen Gründen, ohne jegliche finanzielle Entschädigung.

    Jedoch sind sämtliche Labor-, Arzt- bzw. Spitalkosten gedeckt. Zudem werden direkte Auslagen und der Arbeitsausfall vergütet, falls dies nicht bereits durch den Arbeitgeber erfolgt.

    Warum muss ich, obwohl ich im Ausland schon registriert bin, nochmals einen Spenderfragebogen ausfüllen?

    Es gelten die Spendekriterien der Schweiz.

    Kann ich absagen, falls ich in einigen Jahren doch nicht mehr spenden will?

    Sie können sich jederzeit und ohne Angabe von Gründen aus dem Register der Blutstammzellspende wieder abmelden.

    Ein Anruf genügt!
     

    Wie lange bleiben meine Angaben in Ihrer Datenbank?

    Sie sind bis zum Erreichen des 60. Lebensjahres in unserer Datenbank registriert. Anschliessend wird Ihr Dossier inaktiviert.

    Stimmt es, dass die Kosten des Spitalaufenthalts, der Erwerbsausfall sowie alle weiteren direkten Auslagen von Ihrer Stiftung vergütet werden?

    Ja, alle direkten Spesen/Unkosten im Zusammenhang mit der Blutstammzellspende werden Ihnen erstattet.

    Die Kosten für den Spitalaufenthalt und sämtliche medizinischen Abklärungen werden dem Patienten durch die Swiss Blood Stem Cells weiterverrechnet.
    Darüber hinaus besteht durch die Spende von Blutstammzellen jedoch kein finanzieller Anspruch; analog zum Blutspenden soll - aus ethischen Gründen - niemand einen finanziellen Vorteil durch eine Blutstammzellspende erhalten.

    Ich habe gelesen, dass Spender und Empfänger jederzeit anonym bleiben. Diese strenge Regelung gilt jedoch nicht in allen Ländern. Was geschieht mit meinen Daten, wenn ein geeigneter Empfänger meiner Stammzellen in einem solchen Land lebt?

    In der Schweiz gilt seit vielen Jahren die Regelung der völligen Anonymität zwischen Patient und Spender, d.h. egal wo der Patient sich befindet, Sie bleiben als Spender anonym.

    Werde ich bei meiner nächsten USA-Reise wegen der Registrierung in der Datenbank aufgehalten?

    Nein, denn Ihre Daten werden nicht an nationale oder internationale Behörden weitergeleitet. Die Daten werden nur für die Spendersuche und immer anonymisiert weitergegeben. In der Datenbank sind nur Ihre HLA-Typisierung (Gewebemerkmale), Geschlecht und Geburtsdatum gespeichert, aber keine weiteren Daten von Ihnen.

    Kann ich mich darauf verlassen, dass meine Daten vertraulich behandelt werden?

    Wie bei der Blutspende dürfen sich Spender und Empfänger von Blutstammzellen nicht kennen. Diese Regelung bzw. Richtlinie wurde zum persönlichen Schutz von Spendern und Empfängern eingeführt.
    Deshalb werden die Personendaten der Spender nur anonymisiert anhand der Spendernummer an das Register der Swiss Blood Stem Cells sowie an das Transplantationszentrum weitergeleitet.

    Was genau geschieht mit meinen Daten, wenn ich mich als Spenderin/Spender zur Verfügung stelle?

    Diese Daten werden anonymisiert im Register der Stiftung für Blutstammzellen gespeichert und stehen über eine internationale Datenbank nur internationalen Registern für die Suche nach einem geeigneten Spender zur Verfügung.

    Wird die Spende von Blutstammzellen finanziell entschädigt?

    Das Spenden von Blutstammzellen beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit sowie der Solidarität gegenüber kranken Mitmenschen. Ebenso wie das Blutspenden erfolgt es - aus ethischen Gründen - ohne jegliche finanzielle Entschädigung. Jedoch sind sämtliche Labor-, Arzt- bzw. Spitalkosten gedeckt. Zudem werden direkte Auslagen und der Arbeitsausfall vergütet, falls dies nicht bereits durch den Arbeitgeber erfolgt.

    Zur Registrierung/Typisierung

    Wer kann sich als Blutstammzellspender registrieren und somit potenzieller Spender werden?

    Als Spender können sich alle gesunden Personen im Alter von 18 bis 55 Jahren registrieren lassen, welche auch die Kriterien zur Blutspende erfüllen. Spenden selbst kann man jedoch nur vom 18. bis zum 60. Lebensjahr.

    Was ist eine Gewebetypisierung und wie wird sie gemacht?

    Bei der Gewebetypisierung werden anhand von Blutproben oder Speichelproben bestimmte Gruppen der HLA-Antigene bestimmt. Beim Nationalen Referenzlabor für Histokompatibilität in Genf werden alle für die Transplantation relevanten Antigene bestimmt: HLA-A, -B, -C und -DR.

    Ist der Eintrag in das Register der Stiftung für Blutstammzellen freiwillig?

    Der Eintrag ins Register ist absolut freiwillig. Er erfolgt auf Grundlage einer Absichtserklärung der betreffenden Person und erst nachdem sowohl die Ergebnisse der Gewebetypisierung als auch die der Blutspendetauglichkeit vorliegen (u.a. Infektmarker).

    Ich habe noch nie Blut gespendet - kann ich mich trotzdem registrieren lassen?

    Selbstverständlich! Sie können sich gerne bei uns online registrieren lassen.

    Ich möchte zu keinem regionalen Blutspendedienst für die Registrierung - wo soll ich die Registrierung dann vornehmen?

    Sie können sich bei uns auch online registrieren lassen.

    Werde ich bei meiner nächsten USA-Reise wegen des Eintrags in die Datenbank aufgehalten?

    Nein, denn Ihre Daten werden nicht an nationale oder internationale Behörden weitergeleitet. Die Daten werden nur für die Spendersuche und immer anonymisiert weitergegeben. In der Datenbank sind nur Ihre HLA-Typisierung (Gewebemerkmale), Geschlecht und Geburtsdatum gespeichert, aber keine weiteren Daten von Ihnen.

    Kann ich mich darauf verlassen, dass meine Daten vertraulich behandelt werden?

    Wie bei der Blutspende dürfen sich Spender und Empfänger vom Blutstammzellen nicht kennen. Diese Regelung bzw. Richtlinie wurde zum persönlichen Schutz von Spendern und Empfängern eingeführt.
    Deshalb werden die Personendaten der Spender nur anonymisiert anhand der Spendernummer an das Register der Swiss Blood Stem Cells sowie an das des Transplantationszentrums weitergeleitet.

    Was genau geschieht mit meinen Daten, wenn ich mich als Spenderin/Spender zur Verfügung stelle?

    Diese Daten werden anonymisiert im Register der Stiftung Blutstammzellen gespeichert und stehen über eine internationale Datenbank nur internationalen Registern für die Suche nach einem geeigneten Spender zur Verfügung.

    Wie identifiziert man meine Blutstammzellen? Wie kann man feststellen, ob ich wirklich geeignet bin?

    Die Blutstammzellen selbst werden nicht identifiziert.
    Entscheidend für das Gelingen der Blutstammzelltransplantation ist die Übereinstimmung der Gewebemerkmale (HLA) zwischen Spender und Empfänger. Ansonsten würde der Körper die fremden Blutstammzellen abstossen, bzw. die transplantierten Blutstammzellen würden den fremden Körper abstossen.
    Deshalb erfolgt bei jedem registrierten Blutstammzellspender eine Gewebetypisierung. Diese Daten werden dann – anonymisiert – in weltweit vernetzten Datenbanken erfasst und, im Falle von Anfragen, mit der Gewebetypisierung eines Patienten verglichen.

    Zur Blutstammzellspende

    Bis zu welchem Alter komme ich als registrierter Blutstammzellspender für eine Spende in Frage?

    Als nicht verwandte Spender kommen alle gesunden Personen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren in Frage, welche die Kriterien zur Blutspende erfüllen.

    Was bedeutet Gewebeverträglichkeit im Zusammenhang mit der Blutstammzellspende?

    Bei der Transplantation von Organen, Organteilen oder Zellen wird eine entsprechende weitgehende Übereinstimmung des HLA-Systems - je nach Art des zu transplantierenden Produktes - angestrebt. Vor jeder Transplantation von Blutstammzellen werden Spender- und Patientenblut auf ihre gegenseitige Gewebeverträglichkeit geprüft.

    Was geschieht bei der Knochenmarkentnahme?

    Das Knochenmark wird mithilfe einer Spritze in mehrfachen Punktionen aus dem Beckenkamm entnommen. Die Entnahme findet unter Narkose statt und wird von spezialisierten Ärzten in einem der Entnahmezentren Basel, Genf oder Zürich durchgeführt. Das Spital kann in der Regel bereits am nächsten Tag verlassen werden.

    Welche Nebenwirkungen können bei einer Knochenmarkspende auftreten?

    Für einige Tage ist mit Schmerzen an den Punktionsstellen sowie einer durch die Narkose wie auch durch den Blutverlust hervorgerufenen Müdigkeit zu rechnen. Darüber hinaus sind keine weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Spätfolgen zu erwarten. Das Knochenmark regeneriert sich vollständig innerhalb weniger Wochen.

    Was ist eine familiäre Transplantation?

    Im Gegensatz zur Transplantation zwischen nicht verwandten Personen werden bei der familiären Transplantation gesunde Blutstammzellen zwischen Geschwistern übertragen. Die Chance, innerhalb der Familie einen Spender mit kompatiblem Gewebe zu finden, liegt bei 25 Prozent.

    Wie verläuft die Entnahme von peripheren Blutstammzellen?

    Bei der Entnahme peripherer Blutstammzellen fliesst über einen Venenkatheter Blut zu einem Zellseparator. Dieser trennt die Blutstammzellen vom Blut und sammelt sie. Danach fliesst das Blut über einen zweiten Venenkatheter zum Spender zurück. Diese Entnahmeform dauert drei bis sechs Stunden und wird an einem der Entnahmezentren ambulant durchgeführt.

    Bei zu geringer Ausbeute an Blutstammzellen am ersten Entnahmetag kann am folgenden Tag eine weitere Sammlung durchgeführt werden. In Ausnahmefällen können bis zu drei Blutstammzell-Apheresen notwendig sein.

     

    Wie kommt es nach der Registrierung / Typisierung zur Anfrage zum Spenden?

    Die Anfrage zum Spenden erfolgt über den regionalen Blutspendedienst. Nach dem persönlichen Arztgespräch wird mit Zustimmung des Spenders seine Blutspendetauglichkeit geprüft; zudem werden Blutproben sowohl für die erneute und vertiefte Typisierung als auch für die Bestimmung der Infektmarker entnommen. Des Weiteren werden verschiedene Gewebeverträglichkeitstests durchgeführt.

    Zur eigentlichen Entnahme von Blutstammzellen kommt es erst, wenn die Eignung zum Spenden ärztlich festgestellt wurde und die Gewebeverträglichkeitstests eine Übereinstimmung mit dem Patientenblut ergaben.

     

    Was geschieht mit meinen Blutstammzellen nach meiner Spende?

    Die Blutstammzellen sind sehr kurzlebig und müssen so schnell wie möglich zum Transplantationszentrum gebracht und transplantiert werden. Das bedeutet, dass Entnahme und Transplantation so aufeinander abgestimmt sein müssen, dass die entnommenen Blutstammzellen spätestens innerhalb der nächsten 48 bis 72 Stunden transplantiert werden können – selbst wenn der Transport über Tausende von Kilometern erfolgt.

    Wieso soll ich spenden? Es gibt doch sicher genug Menschen, die sich zur Verfügung stellen!

    Die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Blutstammzellspender zu finden, hängt von der Kombination der verschiedenenen HLA-Antigene (Gewebemerkmale) ab.

    Die Chancen dafür sind sehr unterschiedlich, meist aber äusserst gering.
    Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Personen – auch weltweit - bereit sind, sich als Blutstammzellspender registrieren zu lassen.

     

     

    Muss ich bei einer Spende – ob nun peripher oder via Knochenmark – mit irgendwelchen körperlichen Nebenwirkungen/Folgen/Spätfolgen rechnen?

    Die heutigen Entnahmetechniken sind sehr sichere und etablierte Methoden, so dass die Spende bis auf leider unangenehme, aber in der Regel kurzfristige Nebenwirkungen gut vertragen wird und ungefährlich ist. Zwar können sehr selten schwere Nebenwirkungen auftreten, deren Risiko aber aufgrund einer ausführlichen Befragung und medizinischen Untersuchung vor der Spende so gering wie möglich gehalten wird. Nur wenn kein erhöhtes gesundheitliches Risiko für eine Spende besteht, darf die Spende erfolgen.


    Als mögliches Risiko im Zusammenhang mit der Verabreichung von Wachstumsfaktoren (G-CSF) gilt sehr selten die Bildung von Thrombosen. Negative Auswirkungen wurden ebenfalls bei Spendern mit Veranlagungen zu entzündlichen Krankheiten festgestellt.
    Aufgrund der bisherigen verfügbaren Daten von gesunden Spendern, die G-CSF erhalten haben, wurden bisher keine relevanten Spätkomplikationen beobachtet. Nur in ganz vereinzelten Fällen kann es zu einer Milzruptur kommen. Die Daten von verschiedenen grossen Spenderregistern zeigen jedoch, dass die Gabe von G-CSF weitestgehend sicher ist. Im Vergleich zur nicht spendenden Bevölkerung fand sich bislang keine Häufung von Tumorerkrankungen.
    Um das Risiko von Nebenwirkungen aufgrund der Wachstumsfaktoren begrenzt zu halten, dürfen in der Schweiz demselben Spender nur ein einziges Mal periphere Blutstammzellen entnommen werden.

    Da die Langzeitnebenwirkungen von Wachstumsfaktoren noch nicht abschliessend erforscht sind, wird das Blut im Anschluss an die Spende periodisch kontrolliert. Die bisherigen Resultate ergaben im Vergleich zur normalen Bevölkerung keinerlei negative Auswirkungen.

     

    Sind Nebenwirkungen durch die Einnahme von Neupogen häufig?

    Bei der Spende peripherer Blutstammzellen können bei der vorgängigen Verabreichung der Wachstumsfaktoren vorübergehende grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Mattigkeit auftreten. Auch hier wird die Intensität dieser Symptome individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen.

    Ist die Knochemarkspende schmerzhaft?

    Nach der Entnahme kann sich im Beckenkamm zunächst ein möglicherweise störendes Hämatom (Bluterguss) bilden. Ausserdem kann es vorkommen, dass Sie sich für einige Tage matt fühlen und an den Einstichstellen dumpfe Schmerzen verspüren.
    Diese Schmerzen dauern jedoch nur wenige Tage an und können mithilfe geeigneter Schmerzmittel gelindert werden.
    Jedoch ist das Empfinden dieser Nebenwirkungen ist von Fall zu Fall verschieden und wird individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen.

    Kann ich mich darauf verlassen, dass meine Daten vertraulich behandelt werden?

    Wie bei der Blutspende dürfen sich Spender und Empfänger von Blutstammzellen nicht kennen. Diese Regelung bzw. Richtlinie wurde zum persönlichen Schutz von Spendern und Empfängern eingeführt.
    Deshalb werden die Personendaten der Spender nur anonymisiert anhand der Spendernummer an das Register der Swiss Blood Stem Cells und das des Transplantationszentrums weitergeleitet.

    Wieso genügt nicht eine normale Blutspende?

    Für die Blutstammzelltransplantation wird eine grössere Anzahl gesunder, unreifer Blutstammzellen benötigt. Diese findet man normalerweise nur im Knochenmark. Im Blut - und damit in der normalen Blutspende - finden sich jedoch fast ausschlieslich nur ausgereifte Blutzellen.

    Welche Nebenwirkungen können bei der Spende von peripheren Blutstammzellen auftreten?

    Zur Vermehrung der Blutstammzellen werden dem Spender etwa fünf Tage vor der geplanten Entnahme Wachstumsfaktoren für die Blutstammzellen unter die Haut gespritzt. Dabei können wie bei einer Grippe vorübergehend Kopf- und Gliederschmerzen auftreten. Bei der Entnahme selbst kann es zu Blutungen / Schmerzen an der Einstichstelle kommen. Da die Langzeitwirkungen von Wachstumsfaktoren nicht abschliessend erforscht sind, wird nach der Entnahme das Blut periodisch kontrolliert.

    Werden vor der Spende auch meine persönlichen Fragen beantwortet?

    Freiwillige Spender haben von Anfang an Anspruch auf umfassende Informationen und Beantwortung persönlicher Fragen:

    Bei der Registrierung oder Blutentnahme für Gewebeverträglichkeitstests oder bei der Anfrage zur Blutstammzellspende geschieht dies durch Ärzte der regionalen Blutspendedienste. Vor der Entnahme von Blutstammzellen erfolgt die Information durch Ärzte des Entnahmezentrums.

    Wird die Spende von Blutstammzellen finanziell entschädigt?

    Das Spenden von Blutstammzellen beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und der Solidarität gegenüber kranken Mitmenschen. Wie das Blutspenden erfolgt es - aus ethischen Gründen - ohne jegliche finanzielle Entschädigung. Jedoch sind sämtliche Labor-, Arzt- bzw. Spitalkosten gedeckt. Zudem werden direkte Auslagen und der Arbeitsausfall vergütet, falls dies nicht bereits durch den Arbeitgeber erfolgt.

    Medizinisches

    Was geschieht bei der Knochenmarkentnahme?

    Das Knochenmark wird mithilfe einer Spritze und in mehrfachen Punktionen aus dem Beckenkamm entnommen. Die Entnahme findet unter Narkose statt und wird von spezialisierten Ärzten in einem der Entnahmezentren Basel, Genf oder Zürich durchgeführt. Das Spital kann in der Regel bereits am nächsten Tag verlassen werden.

    Welche Nebenwirkungen können bei einer Knochenmarkspende auftreten?

    Für einige Tage ist mit Schmerzen an den Punktionsstellen sowie einer durch die Narkose wie auch durch den Blutverlust hervorgerufenen Müdigkeit zu rechnen. Darüber hinaus sind keine weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Spätfolgen zu erwarten. Das Knochenmark regeneriert sich vollständig innerhalb weniger Wochen.

    Was bedeutet Mobilisierung von Blutstammzellen?

    Blutstammzellen können aus dem Knochenmark in das zirkulierende Blut mobilisiert werden, z.B. bei Blutstammzellspendern durch die Gabe von Wachstumsfaktoren (G-CSF).

    Wie verläuft die Entnahme von peripheren Blutstammzellen?

    Bei der Entnahme peripherer Blutstammzellen fliesst über einen Venenkatheter Blut zu einem Zellseparator. Dieser trennt die Blutstammzellen vom Blut und sammelt sie. Danach fliesst das Blut über einen zweiten Venenkatheter zum Spender zurück. Diese Entnahmeform dauert drei bis sechs Stunden und wird an einem der Entnahmezentren ambulant durchgeführt.

    Bei zu geringer Ausbeute an Blutstammzellen am ersten Entnahmetag kann am folgenden Tag eine weitere Sammlung durchgeführt werden. In Ausnahmefällen können bis zu drei Blutstammzell-Apheresen notwendig sein.

     

    Muss ich bei einer Spende – ob nun peripher oder via Knochenmark – mit irgendwelchen körperlichen Nebenwirkungen/Folgen/Spätfolgen rechnen?

    Die heutige Entnahme wird mithilfe sehr sicherer und etablierter Methoden durchgeführt, sodass die Spende bis auf zwar leider unangenehme, aber in der Regel kurzfristige, Nebenwirkungen gut vertragen wird und ungefährlich ist. In sehr seltenen Fällen können schwerere Nebenwirkungen auftreten, deren Risiko aber aufgrund einer ausführlichen Befragung und medizinischen Untersuchung vor der Spende so gering wie möglich gehalten wird. Nur wenn kein erhöhtes gesundheitliches Risiko für eine Spende besteht, darf die Spende erfolgen.


    Als mögliches Risiko im Zusammenhang mit der Verabreichung von Wachstumsfaktoren (G-CSF) gilt sehr selten die Bildung von Thrombosen. Negative Auswirkungen wurden ebenfalls bei Spendern mit Veranlagungen zu entzündlichen Krankheiten festgestellt.
    Aufgrund der bisherigen verfügbaren Daten von gesunden Spendern, die G-CSF erhalten haben, wurden bislang keine relevanten Spätkomplikationen beobachtet. Nur in ganz vereinzelten Fällen kann es zu einer Milzruptur kommen. Die Daten von verschiedenen grossen Spenderregistern zeigen jedoch, dass die Gabe von G-CSF sicher ist. Im Vergleich zur nicht spendenden Bevölkerung fand sich bislang keine Häufung von Tumorerkrankungen.
    Um das Risiko von Nebenwirkungen aufgrund der Wachstumsfaktoren begrenzt zu halten, dürfen in der Schweiz demselben Spender nur ein einziges Mal periphere Blutstammzellen entnommen werden.

    Da die Langzeitnebenwirkungen von Wachstumsfaktoren noch nicht abschliessend erforscht sind, wird das Blut im Anschluss an die Spende periodisch kontrolliert. Die bisherigen Resultate ergaben im Vergleich zur normalen Bevölkerung jedoch keinerlei negative Veränderungen.

     

    Sind Nebenwirkungen durch die Einnahme von Neupogen häufig?

    Bei der Spende peripherer Blutstammzellen können bei der vorgängigen Verabreichung der Wachstumsfaktoren vorübergehende grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Mattigkeit auftreten. Auch hier wird die Intensität dieser Symptome individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen.

    Zu Registrierungsevents

    Mein Bruder ist an Leukämie erkrankt. Darf ich als Privatperson einen Registrierungsevent organisieren?

    Wir freuen uns über jedes private Engagement bei der Registrierung von freiwilligen, nicht verwandten Spendern. Bitte beachten Sie, dass die im Rahmen eines solchen Events registrierten Personen auch für andere Patienten zur Verfügung stehen sollten.

    Wir würden gerne unsere Jahresfeier als Benefizanlass für Leukämiekranke begehen. Welche Möglichkeiten gibt es?

    Wir finden Ihre Idee ganz toll! Viele an Leukämie erkrankte Patienten benötigen dringend einen Blutstammzellspender. Warum organisieren Sie nicht Ihre Jahresfeier als Registrierungsevent und laden die Mitarbeitende und deren Familie dazu ein? Wir helfen Ihnen dabei gerne!

    Welche finanziellen Gegenleistungen kann ich für meine Spende erwarten?

    Das Spenden von Blutstammzellen beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und der Solidarität gegenüber kranken Mitmenschen. Wie das Blutspenden erfolgt es - aus ethischen Gründen - ohne jegliche finanzielle Entschädigung.

    Jedoch sind sämtliche Labor-, Arzt- bzw. Spitalkosten gedeckt. Zudem werden direkte Auslagen und der Arbeitsausfall vergütet, falls dies nicht bereits durch den Arbeitgeber erfolgt.